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Das Lechner Museum ist bis 31. August 2019 wegen Ausstellungswechsel geschlossen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, den 1. September um 11 Uhr.


NÄCHSTE AUSSTELLUNG


 

ALF LECHNER

emotional. rational.

1. September - 29. Dezember 2019

 

 

Eröffnung der Ausstellung am Sonntag, den 1. September 2019 um 11 Uhr


VERGANGENE AUSSTELLUNG 2019


 

HERMANN NITSCH

DAS GESAMTKUNSTWERK

16. März - 28. Juli 2019


20. Malaktion Nitsch in der Wiener Secession 
Das Gesamtkunstwerk 

INTERNATIONALER MSUEMSTAG 2019

Unter dem Titel „Sein, Sinn, Sinne!" bietet das Lechner Museum am Internationalen Museumstag am 19. Mai zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr ein umfangreiches Programm an. Mit dem Motto „Erlebnis und Mysterium" startet die Veranstaltung um 11.00 Uhr mit Irmingard Beirle. Sie berichtet von ihren Erfahrungen bei Hermann Nitschs Orgien-Mysterien-Theater und leitet zur Erlebnis-Performance „Im Sein verwundet" an. Beirle wird Freiwilligen den Kopf oder ganzen Körper mit roten Verbandsbinden einwickeln. „Geistreich und geistlich" geht es um 12.30 Uhr in der zweiten Gesprächsrunde zu. Zu Gast ist Pfarrer Klaus Gruber. Im Mittelpunkt stehen christliche Symbole, Rituale und Bilder des Christentums, die Nitsch aus dem Kontext heraus in seinen Werken verarbeitet hat. Zünftig wird es um 13.30 Uhr zugehen. Dann heißt es: „Der Leib, die Seele und das Fleisch". Ralf Hummel, Koch und Hotelier, betrachtet die Ausstellung aus seiner Sicht zwischen „Seinsfindung und Schweinsbraten". Um 13.00 Uhr und 14.00 Uhr gibt es jeweils eine Führung durch die aktuelle Ausstellung.
Organisiert und konzipiert ist das Programm von querVision - Claudia Borgmann und Heidrun Prodinger, Kunst- und Architekturvermittlung.

EINLADUNG

 

Die Alf Lechner Stiftung und der DONAUKURIER laden Sie, und Ihre Freunde herzlich zur Podiumsdiskussion mit dem Thema:

„Fantastische Klassik – warum die Musik von Beethoven und Berlioz auch heute noch aktuell ist"

ins Lechner Museum Ingolstadt ein.

 

 Donnerstag, den 27. Juni 2019

um 19:30 Uhr

Eintritt frei

 

 Die Audi-Sommerkonzerte gelten als wichtigstes Klassikfestival in der Region Ingolstadt. Kurz vor Beginn des Musikfestivals veranstalten der DONAUKURIER und die Alf-Lechner-Stiftung eine Podiumsdiskussion mit dem Thema „Fantastische Klassik – warum die Musik von Beethoven und Berlioz auch heute noch aktuell ist". Die Diskussion und Sonderveranstaltung findet am Donnerstag, 27. Juni, 19.30 Uhr im Lechner Museum Ingolstadt statt.

 

Auf dem Podium erwarten wir unter anderem folgende Gäste:

 

Moritz Eggert, Komponist. Der gebürtige Heidelberger (Jahrgang 1965) studierte Klavier und Komposition in Frankfurt, München und London. Er war Mitgründer des Musikfestivals A•DEvantgarde, komponierte die Musik für die Eröffnungszeremonie der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und verursachte mit einer Oper in Bonn („Freax") einen Skandal um die Regieverweigerung von Christoph Schlingensief. Eine Collage aus 22 Mozart-Opern wurde 2006 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt und live im Fernstehen übertragen. Seit 2010 ist der mit zahlreichen Preisen geehrte Komponist Professor in München.

 

Andreas Martin Hofmeir, Tubist und Kabarettist. Hofmeir kam 1978 in Geisenfeld bei Ingolstadt zur Welt. Er studierte nach dem Abitur Tuba in Berlin, Stockholm und Hannover und war Stipendiat der Orchesterakademien der Philharmonien in Berliner und Münchnen. 2005 gewann er den Deutschen Musikwettbewerb und 2013 wurde er mit dem Echo-Klassik ausgezeichnet. Seit 2010 ist Hofmeir Professor am Salzburger Mozarteum. Bekannt wurde er als Tubist der 2007 gegründeten Blasmusik-Gruppe LaBrassBanda. 2014 verließ er die Band. Hofmeir war auch Mitglied des Ingolstädter Kabaretts „Die Qualkommission", die 2008 in Passau mit dem Kleinen Scharfrichterbeil ausgezeichnet wurde. Hofmeir hat auch eine humoristische Autobiografie veröffentlicht unter dem Titel „Kein Aufwand". Seit Jahren moderiert Hofmeir zudem die Show „Wer dablost's?" in Ingolstadt, die auch von BR-Fernsehen gesendet wird.

 

Eva-Maria Atzerodt, Chorleiterin. Die Ingolstädterin (Jahrgang 1968) hat Schulmusik in München studiert und ist seit 1995 Musiklehrerin beim Ingolstädter Reuchlin-Gymnasium. 1991 gründete sie die Ingolstädter Nachtigallen. Seit 2000 ist sie Vorsitzende des Konzertvereins Ingolstadt und seit 1996 für die CSU Mitglied des Ingolstädter Stadtrats. Neben dem Jugendkammerchor leitet sie auch den Ingolstädter Motettenchor. 2016 wurde Atzerodt mit dem Kulturpreis der Stadt Ingolstadt ausgezeichnet.

 

Nikolaus Pont, Manager der BR-Symphoniker. Pont studierte Musikwissenschaft, Publizistik, Politikwissenschaft und Soziologie in Wien. Beim ORF absolvierte er eine Sprecherausbildung sowie eine Gesangs- und Schauspielausbildung. Beim ORF war er Musikredakteur und Moderator, in London freiberuflicher Kulturreporter. Er war Mitglied des Musikbeirats beim Bundesministerium für Unterricht, Kunst & Kultur Wien. Seit 2013 ist er Manager des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks.

 

Moderation: Jesko Schulze-Reimpell

 

Bei der Podiumsdiskussion soll über die Stellung der klassischen Musik in der Gesellschaft diskutiert werden, um den anhaltenden Diskurs über eine Klassik-Krise und über den erstaunlichen Erfolg dieser Musik bei Kinder- und Jugendkonzerten. Im Zentrum des Gespräches sollen auch die Möglichkeiten und Stärken der regionalen Musikszene stehen. Braucht Ingolstadt einen modernen Konzertsaal?

 

Der Eintritt für die Veranstaltung ist frei.

Für Getränke ist gesorgt.

 

Hermann Nitsch 

 

 

 

Bitte beachten Sie, dass im Obergeschoss Filme und Fotos von Aktionen von Hermann Nitsch gezeigt werden, die Nacktheit und explizite Darstellungen enthalten.

Für Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren ist der Besuch der Ausstellung im Obergeschoss nur in Begleitung ihrer Eltern oder eines Erziehungsberechtigten gestattet.


56. Malaktion Hermann Nitsch © Atelier Hermann Nitsch 

Hermann Nitsch (geb. 1938 in Wien/AT) ist Mitbegründer des Wiener Aktionismus und zählt zu den wichtigsten Aktionskünstlern der Gegenwart. Sein Opus magnum, das Orgien Mysterien Theater, ist eine neue Form des Gesamtkunstwerkes. Die Idee dazu entstand im Jahr 1957 und führte bis dato zur Realisierung von 155 Aktionen, 75 Malaktionen und unzähligen Werken in verschiedenen Kunstdisziplinen. Mit seinem Œuvre zählt der Künstler zu den internationalen Pionieren der Performing-Art-Bewegung.

Die Ausstellung im Lechner Museum Ingolstadt widmet sich dem Nitsch Gesamtkunstwerk mit all seinen Werkdisziplinen und schafft einen umfangreichen Überblick über das einzigartige Werk des Universalkünstlers, der mitunter auch mehrere Jahre in Bayern lebte. Im Zentrum der Präsentation im Erdgeschoß steht die 20. Malaktion von Hermann Nitsch, welche 1987 in der Wiener Secession realisiert wurde. Sie gilt als Nitsch Hauptwerk und ist laut Hermann Nitsch seine weltweit einzige vollständig erhaltene Malaktion und ist in dieser Ausstellung erstmals außerhalb von Österreich zu sehen.

Im Obergeschoß offenbart sich der Kosmos Nitsch in all seinen Facetten und führt die BesucherInnen in die Welt des Orgien Mysterien Theaters ein, in dessen Zentrum das Seinsbewusstsein als philosophisch-theoretische Grundlage steht. Nitsch geht es um die Gegenwärtigkeit, das unmittelbare und sinnliche Erleben von realen Geschehnissen im Zuge der Aktionen. Es geht um das Erreichen eines seinstrunkenen Zustandes, der das „fleisch der wirklichkeit" (Hermann Nitsch) mit Hilfe aller menschlichen Sinnesorgane bewusst und unmittelbar erfahrbar macht. Mit diesem Konzept und den für viele als radikal empfundenen Aktionen revolutionierte Hermann Nitsch den Theaterbegriff und erweiterte den Kunstbegriff des 20. Jahrhunderts.


RAHMENPROGRAMM

ÖFFENTLICHE KOMBI-FÜHRUNGEN:


Sonntag 7. April 2019
Sonntag 28. April 2019
Sonntag 26. Mai 2019
Sonntag 23. Juni 2019
Sonntag 28. Juli 2019


Die öffentlichen Kombi-Führungen beginnen jeweils um 14 Uhr im Lechner Museum Ingolstadt + werden um 16 Uhr im Lechner Skulpturenpark Obereichstätt fortgesetzt. Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich.


Zur Buchung von privaten Führungen, Sonder-, Gruppen- oder Schulführungen kontaktieren Sie uns gerne unter: lechnermuseum@ingolstadt.de
oder: +49 (0)841 305 2250

 

 

 

 

Podiumsdiskussion im Rahmen des Donaukurier Forums:

 

HERMANN NITSCH

DAS GESAMTKUNSTWERK

Podiumsdiskussion: „Kunst und Skandal"

Am 17. April, 2019 um 19.30 Uhr

Eintritt frei!

 

Gäste:

Prof. Dr. Ludwig Mödl: Vorsitzender der Gesellschaft für Christliche Kunst


Dr. Judith Werner: Stellvertretende Intendantin des Stadttheaters in Ingolstadt


Prof. Robert Maximilian Helmschrott: Komponist ehemaliger Präsident der Hochschule für Musik in München


Steffen Kopetzky: Schriftsteller und Pfaffenhofener Kulturreferent, Leiter des Neuen Pfaffenhofener Kunstvereins


Moderation: Jesko Schulze-Reimpell, Leiter der Kulturredaktion im Donaukurier 

 

In der Diskussionsrunde wird unter anderem über Skandale der vergangenen Jahre diskutiert, etwa das Schmähgedicht von Jan Böhmermann auf Erdogan oder die vermeintlich antisemitschen Songs von Farid Bang und Kollegah. Auch Ereignisse, die in Ingolstadt zu heftigen Disputen geführt haben, sollen zur Sprache kommen. Es geht vor allem darum, was Kunst und Kultur darf, wo es Grenzen der Moral, der Religion und des guten Geschmacks gibt.

 

Farbskala Nitsch © Atelier Hermann Nitsch 

Sonderprogram am Internationalem Museumstag

Sonntag, den 19. Mai 2019 - Eintritt frei

 

Suchen Sie mit unseren Gästen Antworten auf die Seinsfrage
– bei einem Glas original Nitsch-Wein, solange der Vorrat reicht!

Podiumsdiskussion im Rahmen des Donaukurier Forums: 

Start: 11.00 Uhr ERLEBNIS und MYSTERIUM
Irmingard Beirle, Akteurin des Orgien-Mysterien-Theaters und Künstlerin, berichtet von ihren
Erfahrungen und leitet zu einer Erlebnis-Performance an.

 

12.30 Uhr GEISTREICH und GEISTLICH
Pfarrer Klaus Gruber spricht mit Ihnen über christliche Symbole, Rituale und Bilder.

 

13:00 Uhr SEIN und SINNE
Führung durch die Ausstellung Hermann Nitsch „Das Gesamtkunstwerk".

 

13.30 Uhr DER LEIB, DIE SEELE und DAS FLEISCH
Ralf Hummel, Koch und Hotelier, tauscht mit Ihnen Gedanken über das Leben
zwischen „Seinsfindung und Schweinsbraten" aus.

 

14:00 Uhr SEIN und SINNE
Führung durch die Ausstellung Hermann Nitsch „Das Gesamtkunstwerk".

 


Hermann Nitsch - Biographie (Auswahl)

 

1938 geboren in Wien
1957 Idee des o.m.theaters
1961 Malaktionen und Ausstellungstätigkeit
1962 1. Aktion (30 Minuten), Wien
1963 Die Blutorgel (gemeinsam mit Adolf Frohner und Otto Muehl)
Fest des psychophysischen Naturalismus (mit Otto Muehl)
1966 Teilnahme am Destruction in Art Symposium, London
1968 Einladung zur Durchführung von Aktionen in den USA
ab 1969 zahlreiche Aktionen, Ausstellungen und Konzerte im In- und Ausland
1971 Kauf von Schloss Prinzendorf
1972 Teilnahme an der documenta 5, Kassel
1975 50. Aktion (24 Stunden), Prinzendorf
1980 Uraufführung der Allerheiligen Sinfonie (6. Sinfonie), MAK Wien
1982 Teilnahme an der documenta 7, Kassel
1983 Ausstellung Stedelijk Van-Abbe Museum, Eindhoven
1984 80. Aktion (72 Stunden), Prinzendorf
1985 Uraufführung der 7. Sinfonie, Steirischer Herbst Graz
1987 20. Malaktion in der Wiener Secession; Retrospektive im Lenbachhaus, München;
Ausstellung Das Orgien Mysterien Theater 1960-87 Villa Pignatelli, Neapel
1990 Uraufführung der 8. Sinfonie, MAK Wien
1991 Ausstellung Galleria Civica di Arte Contemporanea, Trient
1992 Ausstellung im Museum Moderner Kunst, Stiftung Ludwig, Palais Liechtenstein, Wien
1995 Beginn Inszenierungstätigkeit: Regie und Ausstattung von Jules Massenets Hérodiade an der
Wiener Staatsoper
1996 Ausstellungen: Museum Moderner Kunst Stiftung Wörlen, Passau; Palazzo delle Esposizioni, Rom;
Centre d´exposicions i documentació de l´Art Contemporani, Casa Solleric, Palma de Mallorca;
Centre Cultural, La beneficencia, sala Parpalló, Valencia
1997 Retrospektive in der Konsthallen Göteborg, Schweden und Musée d´Art et d'Histoire, Luxembourg;
40. Malaktion im Museum des 20. Jahrhunderts, Wien
1998 erstmals Durchführung des 6 tage spiels in und um Schloss Prinzendorf;
Ausstellungsbeteiligung Out of Actions: MOCA, Los Angeles, MAK, Wien, MACBA Barcelona, Museum of Contemporary Art, Tokyo
2000 Ausstellung L'Ultima cena Palazzo Stelline, Mailand
2001 Gesamtausstattung der Oper Satyagraha von Philip Glass, Festspielhaus St. Pölten;
2003 Retrospektive und 115. Aktion im Essl Museum, Klosterneuburg
2004 120. Aktion, 2-Tage-Spiel
2005 Aufführung einer Adaption des o.m.theaters am Burgtheater Wien
2006 Retrospektive im Martin-Gropius-Bau, Berlin
2007 Gestaltung, Bühnenbild und Kostüme, Faust am Züricher Opernhaus;
Eröffnung Nitsch Museum Mistelbach
2008 Eröffnung des Museo Nitsch / Fondazione Morra, Neapel
2009 Uraufführung der Ägyptischen Sinfonie;
56. Malaktion im Hermann Nitsch Museum, Mistelbach; Eröffnung Nitsch Foundation, Wien
2010 130. Aktion, Museo Nitsch, Neapel; Ausstellung Musée d'art Moderne, St. Etienne
2011 Ausstellung MCA Denver; Strukturen, Leopold Museum, Wien; Ausstattung und Regie der Oper Saint Francois d'Assise, Bayerische Staatsoper, München
2012 135. Aktion, Havanna/Kuba (7 Stunden); 64.Malaktion, Museo d'Arte Moderna e Contemporanea di Trento e Rovereto
2013 138. Aktion, Leipzig (3 Tage)
2014 Retrospektive Hermann Nitsch, Danubiana Meulensteen Art Museum, Bratislava;
2015 Uraufführung der Sinfonie für Mexico City in Mexico City; Mahnmahl gegen den Krieg, Canakkale, Türkei; Ausstellung Existenz.Fest, Theater Museum, Wien; Ausstellung Hermann Nitsch a Palermo, ZAC Palermo
2016 Ausstellungen: Existenz.Fest, Museum Villa Stuck, München; Arena – Opere dall'Opera, Museo Nitsch Neapel; Ritual, Nitsch Museum Mistelbach; Hermann Nitsch e il Teatro, Arena Museo Opera, Verona; Dallas Biennial, Texas; 147. Aktion, Museum Villa Stuck, München; Uraufführung der Sinfonie für Verona, Palazzo della Gran Guardia, Verona;
2017 150. Action, Dark Mofo Festival, Hobart, Tasmanien; Ausstellungen: Hermann Nitsch and His Artistic Pilgrimage UM Museum, Bongdam Hwaseong Korea; Museum CIAC Foligno; IAGA Contemporary Art, Cluj; Hermann Nitsch – Das druckgrafische Werk, nitsch museum Mistelbach; Marc Straus Gallery New York; "Hermann Nitsch - Da Una Collezione Privata", Fondazione Opera Santa Rita, Prato; Gruppenausstellungen: "Psycho Drawing. Art Brut Und Die 60er Und 70er In Österreich", Lentos Kunstmuseum, Linz; Vorträge: Auditorium Della Sala Borsa, Bologna; Art Forum Würth Capena; Konzerte: "Traubenfleisch 2007-2017", Nitsch Museum, Mistelbach; "Orgelkonzert", Marc Straus Gallery, New York; "Orgelkonzert Bern", Saint Ghetto Festival, Heiliggeistkirche, Bern;
2018 155. Aktion mit Sinfonie anlässlich des 80. Geburtstages, nitsch museum, Mistelbach; Ausstellungen: "Zeichnungen 1957-2017", Büro Weltausstellung, Wien, "Hermann Nitsch" Einzelpräsentation, Marc Straus Gallery, Armory Show, New York; "Hermann Nitsch - Das Orgien Mysterien Theater", Massimo De Carlo, London; „Hermann Nitsch – Leben und Werk", nitsch museum, Mistelbach, „Plakate des O.M. Theaters", Kunstverein Familie Montez, Frankfurt Am Main; 10 Jahre Museo Hermann Nitsch, Neapel; Galerie Rx, Paris; Osthaus Museum Hagen; "Intruiging Uncertainties", Parkview Museum Singapur; Vorträge: "Hermann Nitsch meets Robert C. Morgan", Armory Show, New York/Usa; Künstlergespräch Nitsch&Gelitin", Massimo De Carlo, London; Künstlergespräch mit Hermann Nitsch, Sammlung Hoffmann;
2019 "Hermann Nitsch - Das Gesamtkunstwerk", Lechner Museum, Ingolstadt; "Hermann Nitsch - Schüttbilder", Albertina, Wien; "Hermann Nitsch", Palazzo Ducale, Mantua; "Hermann Nitsch Room", The Parkview Green Museum, Beijing; "Hermann Nitsch. Pittura, Fotografie, Disegni", Studio d'Arte Cannaviello, Mailand; "Hermann Nitsch - Life&Work", The Culture Story, Singapur; „Hermann Nitsch", Richard Koh Fine Art, Kuala Lumpur; Gruppenausstellung, Hauser&Wirth, Zürich; "Opéra Monde/Die Welt der Oper. Suche nach einem Gesamtkunstwerk", Centre Pompidou, Metz; "Probenarbeiten für das O.M. Theater" Vortrag von Alfred Gulden, nitsch museum, Mistelbach; Konzert: "Selten gehörte Musik" mit Attersee, Nitsch, Rühm, Wiener, Belvedere21, Wien;

Werke von Hermann Nitsch in Museen und öffentlichen Sammlungen (Auswahl)


MONA, Tasmanien; S.M.A.K. – Stedelijk Museum voor Actuele Kunst, Gent; Arken Museum for Moderne Kunst, Kopenhagen; Museet for Samtidskunst, Roskilde; Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf; Museum Ludwig, Köln; Nationalgalerie, Berlin; Lenbachhaus, München; Staatsgemäldesammlung München; Museum Brandhorst, München; Graphische Sammlung, München; Staatsgalerie Stuttgart; Kunsthalle Hamburg; Museum Neue Galerie, Saarbrücken; Schloss Moorsbroich, Leverkusen; Gfzk, Leipzig; Sammlung Hoffmann, Berlin; Pinakothek der Moderne, München; Städel Museum, Frankfurt am Main; Centre Pompidou – Musée National d'Art Moderne, Paris; Tate Britain, London; Tate Liverpool, Liverpool; Castello Di Rivoli, Rivoli; Gam, Turin; Museo Di Capodimonte, Neapel; Museo Hermann Nitsch, Neapel; Galleria d'Arte Moderna, Bologna; Mart, Rovereto; Mar - Museo d'arte della Città di Ravenna; Art Forum Würth, Capena; Museion – Museum für moderne und zeitgenössische Kunst, Bozen; Gallery of Ontario, Toronto; National Gallery of Canada – Musée des beaux-arts du Canada, Ottawa; The Morris and Helen Belkin Art Gallery, Vancouver; UM Museum, Korea; Stedelijk Van Abbe Museum, Eindhoven; Stedelijk Museum, Amsterdam; MUMOK Museum Moderner Kunst – Stiftung Ludwig,Wien; Albertina, Wien; Österreichische Galerie Belvedere,Wien; Leopold Museum, Wien; Sammlung Essl, Klosterneuburg; nitsch museum, Mistelbach; Landessammlung Niederösterreich, St. Pölten; Galerie Westlicht,Wien; Sammlung Friedrichshof, Zurndorf; Lentos, Linz; Rupertinum, Salzburg; Museum der Moderne, Salzburg; Ferdinandeum, Innsbruck; Neue Galerie, Graz; Kunstmuseum Bern; KunstmuseumWinterthur; Istanbul Modern, Istanbul; MoMA Museum of Modern Art, New York; Guggenheim Collection, New York; Metropolitan Museum, New York; Museum University of Yale; Walker Art Center, Mineapolis; Busch-Reisinger Museum Harvard University, Cambridge; Saint Louis Art Museum, St. Louis, Missouri; Hudson Valley Center for Contemporary Art, Peekskill, New York; Tang, Saratoga Springs, New York; Station Museum of Contemporary Art, Houston, Texas; Hammer Museum, Los Angeles; Museum of Contemporary Art, Los Angeles; National Gallery of Art,Washington; Hall Art Foundation, Reading; MCA Denver; Richard J. Massey Foundation for Arts and Science collection


VERGANGENE AUSSTELLUNG 2018 - 2019


 

SIGRID NEUBERT
FOTOGRAFIEN. ARCHITEKTUR UND NATUR
7. Oktober 2018 – 10. Februar 2019

WIR TRAUERN UM SIGRID NEUBERT (1927 - 2018)

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Bildunterschrift 

Zum Tod der Architektur-Fotografin Sigrid Neubert  (1927 – 2018)

Sigrid Neubert zählte zu den wichtigsten Chronisten der deutschen Nachkriegsmoderne

 

Nur wenige Tage nach Eröffnung ihrer bisher größten retrospektiven Ausstellung in Bayern ist am vergangenen Samstag, den 13. Oktober 2018, die bekannte Münchner Fotografin Sigrid Neubert im Alter von 91 Jahren an ihrem Alterssitz nahe Berlin verstorben.

Sie zählte zu den herausragenden Architekturfotografinnen der Nachkriegszeit, arbeitete über 30 Jahre intensiv mit den bedeutendsten deutschen Architekturbüros und prägte wie keine andere mit ihren markanten Schwarz/Weiß-Aufnahmen das Bild der modernen Architektur in der Bundesrepublik.

 

„Sigrid Neuberts Arbeitsweise war stets geprägt von einer sehr intensiven Beschäftigung mit dem fotografierten Gegenstand. Ihr Schaffen ist exemplarisch: Sowohl ihre Natur- als auch die Architekturfotografie lebt von ihrem die Strukturen klar herausarbeitenden, eigenen Stil.“
Ludger Derenthal, Leiter der Sammlung Fotografie der Kunstbibliothek

 

Geboren 1927 in Tübingen als Tochter des Arztes und späteren Anatomieprofessors Kurt Neubert und seiner Frau Margot, zeigte Sigrid Neubert schon früh den Wunsch nach persönlicher Unabhängigkeit, verbunden mit großem Interesse an ihren Mitmenschen und ihrer Umgebung. Sie erhielt ihre Ausbildung als Fotografin von 1948 bis 1954 an der Staatslehranstalt für Lichtbildwesen in München. Neubert arbeitete über fünf Jahrzehnte in München. Zunächst als Werbefotografin tätig, spezialisierte sie sich in den 1950er Jahren auf Architekturfotografie, einer reinen Männerdomäne in der damaligen Zeit. Seit den 1970er Jahren erweitere Neubert ihr Œuvre um eindrucksvolle Naturbilder, denen sie sich ab 1990 ausschließlich widmete.

 

Ihr fotografisches Talent wurde schon früh erkannt. Eine ihrer experimentellen Arbeiten zeigte bereits 1953 das Museum of Modern Artin New York in der Ausstellung European Postwar Photography. Aktuell stellt die Alf Lechner Stiftung im Lechner Museum Ingolstadt und in Obereichstätt bis zum 10. Februar 2019 die große Retrospektive Architektur und Natur aus. Die Ausstellung wurde zunächst im Frühjahr 2018 im Museum für Fotografie der Staatlichen Museen zu Berlin präsentiert und umfasst 230 ihrer wichtigsten Architektur- und Naturaufnahmen.


 

 

"Mit Sigrid Neubert verlieren wir eine der wichtigsten deutschen Architektur-Fotografinnen und Chronistin der Bayerischen Nachkriegsmoderne." Daniel McLaughlin, Kurator der Alf Lechner Stiftung

 

Eng arbeitete die Fotografin mit zahlreichen herausragenden Architekten der Nachkriegs- und Spätmoderne zusammen: Kurt Ackermann, Walther und Bea Betz, Hans-Busso von Busse, Alexander von Branca, Herbert Groethuysen, Hans Maurer und Paul Stohrer gehörten ebenso zu ihren Auftraggebern wie die Österreicher Franz Riepl, Gustav Peichl und Karl Schwanzer. Für letzteren schuf sie 1970 – 1973 jene ikonischen Aufnahmen des BMW-Hochhauses, die in ihrer Prägnanz bis heute beispiellos sind.

 

„Voraussetzung für ein gutes Architekturfoto ist das Gespräch mit dem Architekten. Ich sollte seine Ideen, den Entwurf kennen. Die Begeisterung für seine Arbeit muss sich auf mich übertragen, ich möchte mit seinen Augen sehen und meine Augen genauso wichtig nehmen.“ Sigrid Neubert, 1999

 

Durch ihre intensive Beschäftigung mit den fotografierten Bauwerken, inspiriert durch die neue amerikanische Architekturfotografie der 60er Jahre und ihren passionierten Dialog mit den Architekten, entwickelte Sigrid Neubert einen eigenen fotografischen Stil, mit dem sie das Wesen der Bauwerke zu erfassen vermochte. Strukturen arbeitete sie durch starke Kontraste klar heraus und schon früh band sie Bewohner, Natur und Umgebung ein, was ihren Bildern auch eine große Leichtigkeit verleihen konnte. In der Architektur, so formulierte sie es einmal, wollte sie etwas von der Persönlichkeit der Architekten finden. Ihre kluge Neugierde, ihre Lebenslust und ihr ästhetisches Gespür ermöglichten es ihr, zur wichtigsten Bildchronistin moderne Architektur in Bayern zu werden und diese in ihrer bemerkenswerten Vielschichtigkeit als Dialog von Individuen zu interpretieren.

 

Ihre Wiederentdeckung in den vergangenen Jahren, die aktuelle Veröffentlichung der Monografie von Frank Seehausen Sigrid Neubert, Architektur Fotografie der Nachkriegsmoderne im Hirmer Verlag München, die Aufnahme wichtiger Werkgruppen in die Sammlungen des Architekturmuseums der TU München und der Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin unterstreicht die Bedeutung ihres Werkes. Eine Woche nach Eröffnung der Ausstellung im Lechner-Museum in Ingolstadt verstarb Sigrid Neubert in der Gewissheit, dass ihr Werk weiterleben wird.


Mit der Sonderausstellung Sigrid Neubert - Fotografien. Architektur und Natur widmet die Alf Lechner Stiftung der wichtigsten deutschen Architektur-Fotografin des 20. Jahrhunderts und Chronistin der Bayerischen Nachkriegsmoderne eine umfassende Retrospektivausstellung. Nach dem großen Erfolg in Berlin wird das Werk von Sigrid Neubert jetzt auch in Bayern zu sehen sein, und ihre beachtliche Leistung als Architektur- und Naturfotografin gewürdigt.

Sigrid Neubert, geboren 1927 in Tübingen, arbeitete über 30 Jahre lang als Fotografin für die wichtigsten deutschen Architekturbüros. Durch ihre intensive Beschäftigung mit den fotografierten Bauwerken entwickelte sie einen eigenen Stil, mit dem sie die Strukturen der Bauten unter anderem durch starke Kontraste klar herausarbeitete – und der Neubert zu der bekanntesten Architekturfotografin Deutschlands machte. Seit den 1970er Jahren erweiterte sie ihr Œuvre um eindrucksvolle Naturbilder, denen sie sich ab 1990 ausschließlich widmete. Die Retrospektive präsentiert die Architekturaufnahmen von Sigrid Neubert im Lechner Museum Ingolstadt sowie ihre Naturaufnahmen im Papierhaus der Alf Lechner Stiftung in Obereichstätt. Darunter befinden sich ihre bekanntesten Arbeiten, wie zum Beispiel die ikonischen Architekturaufnahmen des BMW-Hochhauses oder des Hypo-Hochhauses in München sowie ihre Bilder des Nymphenburger Schlossparks und der megalithischen Tempel von Malta. Die Ausstellung wurde ermöglicht durch die Kunstbibliothek, Staatliche Museen zu Berlin, im Rahmen des Föderalen Programms der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und wird begleitet von einem umfangreichen Buch zur Architekturfotografie Sigrid Neuberts.

Zu dieser Ausstellung ist ein umfangreiches Buch erschienen:

Frank Seehausen: Sigrid Neubert. Architekturfotografie der Nachkriegsmoderne; München, Hirmer Verlag 2018, 45 Euro

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Bildunterschrift 

RAHMENPROGRAMM

Donnerstag, 06. Dezember 2018, 18.00 Uhr

Kulturbauten: Dialogische Kuratoren-Führung

Dr. Frank Seehausen führt durch die Ausstellung im Lechner Museum

 

Sonntag, 26. Dezember 2018 (2.Weihnachtsfeiertag) um 11.00 Uhr

Kultursonntag der Alf Lechner Stiftung

Kombiführung im Lechner Museum Ingolstadt und durch den Lechner Skulpturenpark Obereichstätt. Beginn: 11.00 Uhr im Lechner Museum und 13.00 Uhr im Skulpturenpark

Donnerstag, 10. Januar 2019, 18.00 Uhr

Einfamilienhäuser: Dialogische Kuratorenführung

Dr. Frank Seehausen führt durch die Ausstellung im Lechner Museum

 

Mittwoch, 23. Januar 2019 um 19.30 Uhr

Groschengrab oder Attraktivitätsmotor – zahlen sich Theater und Museen für eine Stadt aus? Die Beziehung von Kultur und Ökonomie

Donaukurier-Forum im Lechner Museum: Podiumsdiskussion

Gäste: Dr. Simone Schimpf, Direktorin des Museums für Konkrete Kunst, Ingolstadt; Knut Weber, Intendant des Stadttheaters Ingolstadt; Prof. Dr. Oliver Falck, Leiter des ifo Zentrums für Industrieökonomik und neue Technologien, München; u.a.

Moderation: Jesko Schulze-Reimpell, Donaukurier

Eintritt frei

Donnerstag, 07.02.2019, 18.00 Uhr

Architektur im Kontext: Dialogische Kuratorenführung

Dr. Frank Seehausen führt durch die Ausstellung im Lechner Museum


VERGANGENE AUSSTELLUNG 2018


 

ALF BACHMANN   ALF LECHNER  

HIMMEL    WASSER    STAHL

25. Februar - 09. September 2018

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Alf Lechner (1925 – 2017) Nach Alf Bachmann WV1813, Ambach 1945, Pastell auf Papier, 20,5 x 29,5 cm Fotografie © Studio Hetzer  

NACHT DER MUSEEN AM 8./9. SEPTEMBER 2018

Auch 2018 boten wir Ihnen wieder ein ansprechendes Programm für die ganze Familie während der Nacht der Museen in Lechner Museum:

18.45 Uhr Familienführung durch die aktuelle Ausstellung

19.30 Uhr Artistik-Show, ICKE Performers

20.45 Uhr Führung durch die aktuelle Ausstellung

21.30 Uhr Artistik-Show, ICKE Performers

23.00 Uhr Artistik-Show, ICKE Performers

 

Die ICKE Performers sind in der Luft genau so zu Hause wie auf dem Boden, in schwindelerregenden Sprunghöhen und im mystisch-dunklen Zauber des Schwarzlichts. Bei der Nacht der Museen beeindruckte das Team mit einer speziell für die Nacht der Museen erstellten Inszenierung, in der sie bassige Beatbox-Sounds, anmutige Gymnastik, akrobatisches Partnering und schwerelose Luftartistik verbanden.  Für das leibliche Wohl sorgten "frisch & veg" und "Kevents & more".






NÄCHSTE ÖFFENTLICHE FÜHRUNG


Die nächste öffentliche Führung
im Lechner Museum Ingolstadt und im Lechner Skulpturenpark Obereichstätt findet voraussichtlich Ende Februar statt. Näheres folgt in Kürze.


Im Anschluss an die Führungen im Lechner Museum Ingolstadt gibt es anschließend zusätzlich eine Führung im Lechner Skulpturenpark in Obereichstätt. Der idyllisch im Altmühltal gelegene Lechner Skulpturenpark befindet sich auf dem Gelände eines ehemals Königlich-Bayerischen Eisenhüttenwerks mit dazugehörigem Steinbruch und ist ein beeindruckendes Erlebnis. Auf über 23.000 qm sind mehr als 50 Skulpturen von Alf Lechner zu sehen. Ebenso gibt die Führung Zutritt zur Ausstellungshalle und dem Papierhaus. Ein Besuch im Lechner Skulpturenpark in Obereichstätt ist nur im Rahmen von Führungen möglich.

Die Kombinations-Führung (Lechner Museum und Lechner Skulpturenpark) dauert insgesamt ca. drei Stunden und kostet 9,50 € pro Person, ermässigt 4,50 €, Kinder unter 18 Jahren in Begleitung haben freien Eintritt.

Die Fahrtzeit von Ingolstadt nach Obereichstätt mit dem privaten PKW beträgt ca. 35 Minuten. Sollten Sie mit dem Zug oder öffentlichen Verkehrsmitteln kommen, bemühen wir uns, dass Sie eine Mitfahrgelegenheit bei einem/einer weiteren Besucher/In der Führung erhalten.

Eine Anmeldung hierzu ist nicht erforderlich. Bei Interesse an der Führung lediglich im Skulpturenpark Obereichstätt wird aber um telefonische Mitteilung unter 0841 - 305 2250 bzw. 0841 - 305 2252 gebeten.



WEITERE ÖFFENTLICHE FÜHRUNGEN 2018

Jeweils am letzten Sonntag im Monat. Details folgen. Achten Sie auch auf die Ankündigungen in der Tagespresse!

Die öffentlichen Kombi-Führungen beginnen im Sommer jeweils um 14.00 Uhr im Lechner Museum Ingolstadt + werden um 16.00 Uhr im Lechner Skulpturenpark Obereichstätt fortgesetzt.

Im Winterhalbjahr ist der Beginn im Lechner Museum bereits um 11.00 Uhr, im Skulpturenpark Obereichstätt um 13.00 Uhr.

Eine Anmeldung zu diesen Führungen ist nicht erforderlich.

Zur Buchung von privaten Führungen, Sonder-, Gruppen- oder Schul-führungen kontaktieren Sie uns bitte unter:

lechnermuseum[at]ingolstadt.de

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VERGANGENE AUSSTELLUNG

Das Lechner Museum konnte zum ersten Mal frühe Pastelle und Öl-Bilder des Bildhauers Alf Lechner (1925 - 2017) und Werke seines Lehrers, dem Marine- und Landschaftsmaler Alf Bachmann (1863 - 1956) in der Gegenüberstellung präsentieren. Bachmann vermittelte Lechner die Kunst der Malerei, die Auseinandersetzung mit dem Spiel der Elemente. Sie bildete die Grundlage für Lechners Weg zur abstrakten Stahl-Skulptur.
Alf Bachmann, 1863 bei Danzig geboren, ist besonders für seine Darstellung der Küsten und Meere bekannt, für seine Kompositionen von Wasser, Wolken, Wind und Licht. Es gelang ihm, flüchtige Momente der Natur in ihrer Essenz mit Pastell und Öl einzufangen und stimmungsvoll zu verdichten. „Die Unendlichkeit unberührter Natur ergreift mich“, schrieb Bachmann selbst. Er war es, der das künstlerische Talent Lechners früh erkannte, und ihm den Weg in die Kunst wies. Lechner blieb seinem Lehrer ein Leben lang in der Faszination für die Elemente verbunden. Sie inspirierte ihn und seine Arbeit mit dem Stahl. Er bezwang ihn mit Feuer und Wasser, setzte ihn wiederum den Elementen aus und schuf neue Landschaften. Erfahrbar wird diese Faszination auch durch Lechners letzte Rauminstallation Labyrinth (2007-2017). Die Werke von Alf Bachmann aus der Sammlung des Landesmuseums Schleswig, Schloss Gottorf und der Alf Lechner Stiftung wurden zum großen Teil zum ersten Mal öffentlich ausgestellt.


Alf Bachmann   Alf Lechner  -  Ein Lehrer und sein Schüler
 
Der Marine- und Landschaftsmaler Alf Bachmann fand in Alf Lechner einen sehr begabten Schüler. Bachmann hatte seinen ersten Sohn bereits zu Beginn des zweiten Weltkriegs an der Front verloren, und baute zu seinem einzigen Schüler eine enge Beziehung auf. Die beiden trafen sich durch einen glücklichen Zufall:


Bachmanns Atelier befand sich im selben Haus wie die Wohnung der Familie Lechner. In der Mandelstraße in München, direkt am Englischen Garten, und später in Ambach am Starnberger See, vermittelte Bachmann Lechner die Kunst der Landschaftsmalerei und die Auseinandersetzung mit dem Spiel der Elemente. „Mein philosophischer Großvater erzog mich dazu das Denken zu lernen, die Natur zu beobachten und durch Zeichnen das Sehen zu lernen“ schrieb Alf Lechner später. Es war der innige Wunsch von Alf Lechner, die Werke seines Lehrers hier in einer Sonderausstellung im Lechner Museum zu präsentieren.

Erstmals werden in der Ausstellung Werke von Alf Bachmann und Bilder aus dem Frühwerk von Alf Lechner in Kombination präsentiert. Die Mehrzahl der Bilder wird zum ersten Mal öffentlich ausgestellt. Die Gegenüberstellung erlaubt dem Besucher einen neuen Einblick in Lechners künstlerische Entwicklung. Sie zeigt, wie auf Basis von Malerei und Naturbeobachtung eines der wichtigsten Bildhauerischen Werke unserer Zeit entstehen konnte. Erst diese Grundlagen erlaubten es ihm, den Werkstoff Stahl, in all seinen Aspekten zu begreifen.

Alf Bachmanns umfangreiches Werk umfasst ca. 2,500 Bilder, welche detailliert in einem Opusbuch verzeichnet sind. Bachmann ließ sich von keinerlei Diskussion oder künstlerischen Strömungen seiner Zeit beirren oder beeinflussen. Er blieb sich und seinem naturverbundenen Stil, dem Gesehenen und Erlebten treu. Die meisten Werke schuf er im Atelier nach Skizzen, Zeichnungen und seinen gespeicherten Beobachtungen. Er verweilte als geselliger Weltenbummler und unkonventioneller Bohemien im bürgerlichen Hintergrund, und ging seine eigenen Wege. Bachmann pflegte viele Freundschaften zu den wichtigen Intellektuellen und Münchner Künstlerkreisen seiner Zeit, über die er gerne anekdotisch berichtete. Eine besonders enge Freundschaft verband ihn mit Simplicissimus-Gründer Thomas Theodor Heine (1867-1948), auch nachdem dieser 1933 aus Deutschland floh. Bachmann war ein Mann mit vielen Lebensregeln, einem strikten Tagesablauf. Auch war er von großer Genauigkeit: In seinem Pastellkreide-Kasten fanden sich 180 verschiedene Grautöne. Bachmann verfasste viele Kurzgeschichten und Reiseberichte, war ein passionierter Ornithologe und Naturkenner.
Während seines langen Lebens reiste er viel, nicht nur innerhalb Europas und nach Skandinavien bis Island, sondern auch nach Ägypten, Afrika und Südamerika, unter zum Teil schwierigsten Bedingungen. Immer wieder suchte Alf Bachmann Küstenländer auf.  Er war fasziniert von den sich stets wandelnden Lichtverhältnissen, den flüchtigen Momenten, dem Spiel der Elemente Wind, Wolken, Wellen, Meer, Ebbe, Flut, der Gischt an den Steilküsten, von allem was man nicht wirklich festhalten kann. Es gelang ihm dennoch diese flüchtigen Momente der Natur in ihrer Essenz mit Pastell und Öl einzufangen und stimmungsvoll zu verdichten. „Die Unendlichkeit unberührter Natur ergreift mich“, schrieb Bachmann.
 
Lechner blieb seinem Lehrer, der sein Talent früh erkannte, ein Leben lang in der Faszination für die Elemente verbunden. Sie inspirierte ihn und seine Arbeit mit dem Stahl. Er bezwang ihn mit Feuer und Wasser, setzte ihn wiederum den Elementen aus und schuf neue Landschaften. Erfahrbar wird diese Faszination auch durch Lechners letzte große Rauminstallation LABYRINTH (2007-2017) im Erdgeschoss des Museums. Die in dieser Ausstellung präsentierten Werke zeigen, wie diese gemeinsamen, so virtuosen wie romantischen Naturstudien die Grundlage bilden, für das auf die strenge Reduktion von Materialverhalten und mathematisch geometrischen Gesetzmäßigkeiten seiner Stahlskulpturen gerichtete spätere Lebenswerk von Alf Lechner. Alf Lechner verbindet bei seiner lebenslangen Erforschung des Elements Stahl die seiner Persönlichkeit zugrunde liegende barocke Kraft mit der urdeutschen Idee der Romantik, was sich eindrucksvoll im Verhältnis zu seinem Lehrer  spiegelt und in dieser Ausstellung erfahren lässt.
 
Die Werke Alf Lechners sind geprägt vom Material Stahl, dem Werkstoff der industriellen Revolution, mit dem sich Alf Lechner bis an die Grenzen des Machbaren auseinandersetzt und andererseits von geometrischen Grundformen und den Gesetzen der Geometrie, unter deren Anwendung er Stahlkörper verschiedentlich addiert, verformt, verändert und zu einer neuen Ordnung zusammengefügt. „Was keinen Wiederstand bietet, interessiert mich nicht“ war sein Credo. Lechner faszinierte das Material Stahl, dessen enorm physischer wiederstand ihn reizte und gleichzeitig erlaubt die Vielfältigkeit der Verarbeitungsmöglichkeiten in den verschiedenen Aggregatszuständen: flüssig glühend, erkaltet, eine große Breite künstlerischen Ausdrucks. Sobald eine Skulptur zu sehr gefiel, wusste Lechner, dass er etwas verändern müsste.
 
Während das von Bachmann vermittelte Wissen und malerische Können, sowie viele Aspekte seiner Lebensphilosophie in Alf Lechner zeitlebens lebendig blieben, so unterschied er sich doch in einem wesentlichen Punkt von seinem Lehrer: Alf Lechner erfand jeden Tag etwas Neues. Er war ein Entdecker und Erfinder, setzte jeden Tag Fragezeichen hinter das Bewährte, so lange bis es für ihn perfekt war. Nur so konnte Lechner in über 70 Schaffensjahren ein Werk von mehr als 800 Stahlskulpturen schaffen, das in seiner Klarheit und Vielfalt einzigartig ist. „Es muss so aussehen, als ob’s vom Himmel gefallen ist“ sagte Lechner gerne über seine Skulpturen.


VERGANGENE AUSSTELLUNG 2017

 

ALF LECHNER | ANFANG UND KEIN ENDE

18. MAI 2017 -  28. JANUAR 2018

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Foto: Studio Hetzer 

 

ALF LECHNER | ANFANG UND KEIN ENDE

18. Mai 2017 - 28. Januar 2018

 

ANFANG UND KEIN ENDE war die erste Ausstellung im Lechner Museum, Ingolstadt, nach dem Tod des preisgekrönten Namensgebers und widmete sich erstmals dem Ursprung von Alf Lechners Werk. Die Werkschau zeigte ca. 40 frühe Landschaftszeichnungen und 10 Aquarelle aus den Jahren 1945/1946 und setzte diese in Dialog zum zeichnerischem Spätwerk des Künstlers (2000-2012) sowie zu seiner letzten Skulpturengruppe Würfelschnitte aus dem Jahr 2014. 

 


SKULPTUREN

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Bildunterschrift 

Alf Lechner (1925 – 2017)

Ohne Titel, 2014

Stahl, massiv, gewalzt und gebrannt

120cm x 120cm x 240cm

WV Nummer 804

Gewicht: 23,000 kg


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