LECHNER MUSEUM


Das Lechner Museum in Ingolstadt präsentiert in jährlich wechselnden Ausstellungen ausgewählte massive Stahlobjekte einzelner Werkgruppen des Künstlers und stellt sie entweder Arbeiten zeitgenössischer Künstler gegenüber oder schöpft ergänzend aus dessen rund 4000 Blätter umfassendem zeichnerischen und graphischem Fundus.
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LECHNER
SKULPTURENPARK


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LECHNER STIFTUNG

Die Alf Lechner-Stiftung ist eine Gründung des Stahlbildhauers Alf Lechner(*1925-2017).
Sein umfangreiches skulpturales und zeichnerisches Oeuvre ist an zwei unterschiedlichen Plätzen öffentlich zugänglich.
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LECHNER WERKE



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AUSSTELLUNGEN

 

ALF LECHNER | ANFANG UND KEIN ENDE

18. MAI  -  17. SEPTEMBER 2017

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Foto: Studio Hetzer 

PRESSE


AKTUELLE AUSSTELLUNG

 

ALF LECHNER | ANFANG UND KEIN ENDE

18. Mai 2017 - 17. September 2017

 

ANFANG UND KEIN ENDE ist die erste Ausstellung im Lechner Museum, Ingolstadt, nach dem Tod des preisgekrönten Namensgebers und widmet sich erstmals dem Ursprung von Alf Lechners Werk. Die Werkschau zeigt ca. 40 frühe Landschaftszeichnungen und 10 Aquarelle aus den Jahren 1945/1946 und setzt diese in Dialog zum zeichnerischem Spätwerk des Künstlers (2000-2012) sowie zu seiner letzten Skulpturengruppe Würfelschnitte aus dem Jahr 2014. 

 


KOMBI-FÜHRUNGEN

Die nächste KOMBI-FÜHRUNG IM LECHNER MUSEUM INGOLSTADT UND UND SKULPTURENPARK OBEREICHSTAETT findet stadt am: 

 

Sonntag, 28. Mai 2017

 

 

Neu-Arrangements im Lechner Skulpturenpark Obereichstätt

Papierhaus mit neuer Ausstellung: Editionen 1982 – 2000

Ausstellungshalle mit Monumentalen Skulpturen

Parallel zur Museumschau in Lechner Museum in Ingolstadt zeigt auch der Lechner Skulpturenpark in Obereichstätt, Wohn- und Arbeitsort des Künstlers, ein Neu-Arangement sahlreicher Skulpturen für die Sommersaison 2017. Auf dem weitläufigen über 20.000 qm großen Gelände eines ehemaligen Steinbruchs und Eisenhüttenwerkes befindet sich in den Gebäuden einem ehemaligen Eisenhüttenwerk zudem eine Ausstellungshalle mit sechs monumentalen Skulpturen, ein Glashaus mit einer Stelen-Installation sowie das sogenannte Papierhaus, in dem eine Ausstellung mit Grafik- und Skulpturen-Editionen aus den Jahren 1983 bis 2000 eröffnet.  Gezeigt werden verschiedene Mappenwerke mit Editionen aus den Jahren 1982, 1993 und 2000 sowie Radierungen aus dem Jahr 1995. Mit Kleine Würfelkanten-Substraktion (1991) und klein stabilisiert groß werden dort erstmals die beiden einzigen von Lechner je angefertigten Skulpturen-Editionen ausgestellt. 

Weitere Termine für öffentliche Führungen:

28. Mai | 25. Juni | 30. Juli | 27. August

Buchung von Sonderführungen unter:

info@alflechner-stiftung.com

Kombinationsführung Lechner Museum und Audi

Kombinationsführung Lechner Museum und Audi:

"Stählerne Kunst"

Bei einem Rundgang durch das Lechner Museum in Ingolstadt auf dem ehemaligen Gelände der Auto Union lernen Sie den Umgang des Künstlers Alf Lechner mit dem Werkstoff Stahl kennen. Beim anschließenden Besuch des Presswerks am Audi-Standort Ingolstadt erleben Sie, wie aus Stahlplatten "Kunstwerke" für die Karosserien der Audi-Modelle entstehen.

Nächste Termine:  

Donnerstag, 05. Oktober 2017  um 15:15 Uhr

Donnerstag, 23. November 2017  um 15:15 Uhr

Sprache:    Deutsch

Preise pro Person:

Erwachsene                                      Eur  7,00

Ermässigt                                          Eur  3,50

Kinder bis 6 Jahre in Begleitung        frei

Startpunkt: Audi-Forum Ingolstadt, Empfang für Werkführungen

Anmeldung erforderlich über die Infoline der Audi AG unter

Tel. 0800 2834444 oder per mail an welcome@audi.de


VERGANGENE AUSSTELLUNG

 

ALF LECHNER | KALOTTEN und MAROTTEN

13. März 2016 - 30. April 2017

 

Als Kalotte, ein aus dem Französischen stammender Begriff, wird eine Flachkugel bezeichnet, deren Wölbung von einem Kugelabschnitt und nicht von einer Halbkugel gebildet wird, somit ihr Stich geringer ist als der Radius.

Alf Lechners KALOTTEN sind massive, geschmiedete Körper unterschiedlicher Durchmesser und Höhen, welche in einem Raum einzeln, in Gruppierungen oder Formationen am Boden zu liegen kommen. Es drängt sich der Eindruck auf, die Kugelabschnitte seien im Boden versinkende Körper und die Horizontale bilde die Schnittfläche. Vergleichbar Eisbergen, welche nur einen Bruchteil ihres Volumens oberhalb der Wasserfläche preisgeben.

Im Kontrast zu diesen überwiegend flachen Gebilden treten Lechners MAROTTEN, auch ein dem Französischen entlehntes Wort, u.a. Eigentümlichkeit, Laune, fixe Idee umschreibend. Bizarr muten sie an, die dünnwandigen, spitzschrundig rauhen, teils löchrigen, reliefartigen Flächen, die der Künstler in Rahmen spannt - sie derart gleichsam begrenzt-, um sie  dann in horizontaler oder vertikaler Ausrichtung in den Raum zu stellen. Ihre Allansichtigkeit ist hervorzuheben, keine Fläche gleicht der anderen. Die Plastizität der Oberflächen bewegt sich in dem Spannungsfeld zwischen z.B. filigraner Fragilität und massiver Kompaktheit oder strömendem Fließen und formender Erstarrung.

Mit dieser Werkgruppe, - zu Lechners Spätwerk gehörend-, führt der Künstler die Perfektion ad absurdum, die üblicherweise sein Werk charakterisiert. Lechners Vision der Entgrenzung technischer Verfahren und Machbarkeit findet Niederschlag in der malerischen Oberflächenfarbigkeit und reliefartigen Plastizität der gerahmten Plastiken alias MAROTTEN.

 

Frau Dr. Simone Schimpf, Direktorin des Konkreten Museums, Ingolstadt, eröffnete die Ausstellung am 13. März 2016

KALOTTEN und MAROTTEN:

Simone Schimpf definiert zunächst den Begriff Kalotte als Segment einer Kugel, deren Schnittflächen an einer Wand oder auf dem Boden zu liegen kommen können. Genau das, die Beziehung von Körper und Fläche zum Raum, interessiert Lechner.

Die Anordnung der Kalottenformation im Obergeschoß des Museums erscheint prima vista zufällig. Lechner hat ein über Eck gestelltes Quadrat als Grundfläche gewählt. Keine aufdringliche Anordnung, aber eine Systematisierung im Raum.

Die geschmiedeten Kugeln haben einen Durchmesser von 100 cm und ein Gewicht von 3.000 kg. Alle Arbeiten stammen aus den 1980er Jahren. Heutzutage sind solche Kugeln nicht mehr zu fertigen, kein Schmied wäre heute in der Lage, derartige Arbeiten auszuführen. Dieses Ausmaß stellt die maximale Größe dar, die technisch möglich war. Eine verschwindende Fertigkeit und Könnerschaft.

Die im Erdgeschoß des Museums ausgestellten MAROTTEN kennen viele als BIZARRE FLÄCHEN, aus denen sie hervorgegangen sind.                                             

Dazu Alf Lechner: "Die Stahlarbeiter, die auf präzise und störungsfreie Arbeit stolz sind, wehrten sich zunächst gegen diese, in ihren Augen unvernünftige Art und Weise, absichtlich Schrott zu erzeugen. Nach langen psychologischen, aber auch praktischen Erklärungen über die Erarbeitungen von Skulpturen und dem dazu notwendigerweise unüblichen Umgang mit Stahl konnte ich sie zu diesem abenteuerlichen Unternehmen überreden. Das Ergebnis verblüffte sogar die Fachleute. Ich glaube, es ist mir gelungen, den Stahl nahe an der Schmelztemperatur in einen empfindlichen, selbst gestalterischen Zustand zu versetzen."

Alf Lechner fügte die schrundigen dünnen Flächen in klare rechteckige Rahmen. Besondere Aufmerksamkeit verdient das Triptychon, eine sakrale Form, welche Mittelalterkünstler für Altarretabel verwendeten.  Auch bei Lechner hat dieses Werk eine beeindruckende Sakralität.

Wie entsteht diese Wirkung? Er gewinnt sie aus der Spannung von gegensätzlichen Aspekten, die sich immer wieder in seinem Werk finden:

präzise Form - Auflösung der Form

Schnitt und Kante durch Sägeschnitt - schmelzender Brennschnitt

Bewegung, Dynamik - Statik, ruhende Position

geschlossene Form - Öffnung, gewaltsamer Durchbruch

Schwere - Leichtigkeit

Fragilität - Mächtigkeit, Unverwundbarkeit

Lechners Bandbreite ist in all seiner Vielseitigkeit in dieser Ausstellung zu erleben.

Auszug aus der o.g. Rede.

 

 

 

 

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Alf Lechner Stiftung, Allée 3, 91795 Obereichstätt


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